Google: Neue Webfonts braucht das Netz*

Google Webfonts

Dem Normalnutzer fällt es in der Regel gar nicht auf, den Webdesigner nervt es tierisch: Die Zahl der Schriften im Netz ist äußerst begrenzt. Es gibt zwar schon lange Alternativen, die waren aber recht kompliziert. Wer schafft also Abhilfe? Mal wieder Google. Dort wird in diesen Minuten im Rahmen der Google-I/O-Konferenz das „Google Font Directory“ gelauncht.

Das Font Directory soll eines ermöglichen: Weitere Schriften auf Websites darzustellen, die nicht auf dem Rechner des Benutzers vorliegen. Und das möglichst unkompliziert.

Bislang gab wie gesagt es schon ein paar Alternativen (1, 2), richtig erfolgreich war das alles aber nicht. Weil entweder nicht kostenlos oder zu kompliziert. Bei Google ist auf einmal alles ganz einfach: Mit einer Zeile wird ein externes CSS eingebunden (das kommt dann von Evil-Google), ab da steht die neue Schriftart einfach zur Einbindung in das CSS zur Verfügung. Fertig. Unterstützt wird das Prinzip von allen gängigen Browsern.

Google hat dafür drei Grundvoraussetzungen geschaffen: Zum einen schnelle Server. Die sind ja eh da. Zum anderen eine wirklich einfache Schnittstelle, die jeder DAO verstehen kann. Und: Ein große Sammlung von Schriftarten, für die niemand Lizenzgebühr verlangt.

Ein Nachteil: Die Fonts müssen erst nachgeladen werden. Was aber von Google recht fix geht. Umso mehr Websites mitmachen, umso mehr Fonts liegen zudem auf Proxyservern und im Cache bereits vor.

Danke, Tobi

Was mich persönlich freut: Tobi Kunisch, einer der besten Webdesigner, den ich bislang kennenlernen durfte, hat an dem Projekt mitwirken können.

Und weil’s so schön ist, werde ich Blog Age heute mal eben diesen schönen Font verpassen. Schicke Sache. Danke, Tobi 🙂

* Kennt hier eigentlich noch jemand Ina Deter?

20.05.2010 | von | Noch keine Kommentare




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