Google und Twitter helfen gegen Netzsperre in Ägypten


Die USA und die EU zögern noch, Ägyptens gehassten Präsidenten Mubarak fallen zu lassen. Im Internet herrscht dagegen globale Solidarität. Jetzt helfen auch Google und Twitter – mit einer Idee, wie das dort abgeschaltete Internet doch noch zum Sprachrohr werden kann.

Über Youtube und Twitter haben die Revolution in Tunesien, Ägypten und anderen Ländern in den vergangenen Tagen eine enorme Kraft erfahren. Die Menschen verschaffen sich Gehör, im In- und Ausland. Und überall auf der Welt solidarisieren sich Menschen im Netz.

Die Feuilletonisten streiten noch, ob das Internet die Revolutionen ermöglicht hat oder nur ein neues Medium für den Ausbruch selbiger ist. Die Demonstranten nutzen es einfach als das was es ist: ein Sprachrohr. Und machen sich keine Gedanken über Kausalitäten.

Vorgestern hat das Mubarak-Regime in Kairo versucht, konsequent zu handeln. Es hat das Internet abgeschaltet.

Doch Abschalten funktioniert nicht lange. Google hat mit etwas Arbeit am Wochenende einen Weg gefunden, wie Menschen aus Ägypten weiter twittern können. Per Telefon.

Im Google Blog finden sich seit gestern Abend drei Telefonnummern. Eine Spracherkennung übersetzt jeden Anruf an 001 650 4194 196 oder 0039 066 2207 294 oder 00973 1619 9855 in einen Tweet und schickt ihn auf @speak2tweet. Und weiter geht’s. Heute ist Generalstreik. Ägypten, wir hören Euch…

01.02.2011 | von | Noch keine Kommentare




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